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Gelebte Integration an der Beruflichen Schule in Eutin - „Drei DIENSTtage“ für den Zaun der Landesgartenschau in Eutin

Es gab einmal einen Zaun. Er war hässlich und braun. Er schrie jeden Tag ganz laut: „Bitte streich` mich jemand an…“

Wir kamen an einem Dienstag im April. Für die meisten „DaZis“ (Flüchtlinge mit Deutsch als Zweitsprache) war es der erste April, den sie jemals in Deutschland erlebt haben – ein Erlebnis allerdings: Wir waren insgesamt dreimal am Zaun – es hat geregnet, gehagelt und geschneit. Die Schüler waren tapfer und bereit.

Wir waren zwei Klassen: Die „DaZis“ und die Kunstkurse des Beruflichen Gymnasiums, insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler. Alle befinden sich im gleichen Alter und für beide Gruppen war, praktische Kleidung anzuziehen, eine Herausforderung. Junge Erwachsene sind junge Erwachsene, egal wo man sie auf der Welt findet. Es war klar, dass sie trotz allem Unwetter noch gut aussehen wollten – das war ziemlich interessant am Anfang. Doch nach ein paar Minuten erkannten sie, dass man sich umziehen muss für den Zaun und das Wetter.

In der ersten Woche haben wir den Zaun weiß gestrichen. Eine Woche später ging es los mit der kreativen Gestaltung. Am Anfang waren alle Flüchtlinge sehr ratlos. Es ist, als ob die Kreativität ein kleines bisschen Zeit zum Aufwachen brauchte, aber ganz gewiss kam sie.

Die zwei Klassen haben super zusammengearbeitet. Es hat gehagelt bei der Vorstellungsrunde und trotzdem waren alle dabei und haben sich beteiligt.

Das Ergebnis ist ein Zaun der Entdeckung, ein Zaun der Geschichte, ein Zaun der Träume und ein Zaun der Erinnerung. 

Wir werden die drei Tage zusammen nie vergessen. Das Wetter spielte verrückt und am Ende des Tages konnten wir nur lachen. Wie wunderbar!

Unser Ziel, etwas Gemeinsames und Schönes für Eutin zu gestalten, haben wir erreicht – viel Spaß beim Entdecken des Zaunes wünschen die leitenden Lehrkräfte Joy Dunne und Susanne Petersen.