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Internationaler Tag

Zeitgleich besuchten eine finnische und eine dänische Delegation die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin.

Frau Tuija Säärka-Wirth, Leiterin der finnischen Delegation, übersetzte den Vortrag über die Berufliche Bildung im Kreis Ostholstein ins Finnische.Neun Lehrkräfte aus Mikkeli in Finnland, das mit dem Kreis Ostholstein eine Partnerschaft hat, besuchten zusammen mit dem Koordinator des Treffens auf deutscher Seite, dem Leiter der Grund- und Regionalschule Timmendorfer Strand Hans-Georg Rath, die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin. Die Lehrkräfte, die in Finnland ausschließlich an allgemein bildenden Schulen tätig sind, ließen sich durch den Leiter der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin, Carsten Ingwertsen-Martensen, über die Berufliche Bildung im Kreis Ostholstein und speziell über das System der dualen Berufsausbildung informieren. Frau Tuija Säärka-Wirth, Leiterin der finnischen Delegation, verdeutlichte, dass in Finnland ein anderes System der Beruflichen Bildung praktiziert werde. Es gebe nicht die Vielzahl der Berufe. Man bilde zum Beispiel zwar Bibliothekare aus, Buchhändlerinnen und Buchhändler dagegen würden dort nicht ausgebildet.

Christoph Salewski (li.), Stellvertretender Schulleiter der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin, stellte u.a. die Kfz-Werkstatt den finnischen Gästen vor.Bei einem Rundgang durch unterschiedlichste Werkstätten, Labore und Klassenräume konnten sich die finnischen Gäste einen Eindruck von der Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten an der Beruflichen Schule Eutin verschaffen.

In der Holzwerkstatt erhielt Frau Tuija Säärka-Wirth, Leiterin der finnischen Delegation, ein im Beisein der finnischen Gäste gefrästes Schild mit dem Logo der Beruflichen Schule Eutin.Auf Einladung der Beruflichen Schule in Eutin war zeitgleich eine Klasse des ZBC Vordingborg (Zealand Business College) in Eutin zu Gast. Dieser Kontakt entstand durch das deutsch-dänische Projekt Kult.kom (Kultur & Kommunikation), welches Schülern die Wissensvermittlung von grenzüberschreitenden Zusammenhängen ermöglicht, wie hier ein Austausch über die jeweiligen beruflichen Bildungssysteme in Deutschland und Dänemark. Auskunft erteilte eine Eutiner Klasse der Automobilkaufleute, ein Beruf, den man in Dänemark in dieser Form nicht erlernt. Dort beginnt die berufliche Ausbildung allgemeiner, eine Spezialisierung erfolgt erst später, während die Schüler in Deutschland im Rahmen des dualen Bildungssystems bereits von Beginn an Praxiserfahrungen sammeln.

Den Abschluss bildete eine Führung durch das Eutiner Kaufhaus LMK, wo der Geschäftsführer Herr Splettstößer-Preuss u.a. das Firmenkonzept aber auch die  insgesamt fünf verschiedenen Ausbildungsberufe z.B. zum Verkäufer oder Einzelhandelskaufmann erläuterte. Die dänischen Lehrer Volker Matheides und Ann Decroix nahmen für ihre Schüler den Hinweis mit nach Hause, dass je nach Qualifikation auch Praktikaplätze an dänische Schüler vergeben werden könnten, woran es zurzeit in Dänemark stark mangelt.