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Projekttreffen in den Media Docks Lübeck: Zukunft gestalten in der Fehmarnbeltregion!

EU-Projektträger luden ein zu einer großen, öffentlichen Veranstaltung mit viel Prominenz, mit Musik, mit Improvisationstheater und mit vielen Informationen.

Gruppenbild der Teilnehmer

In der Fehmarnbeltregion ist ein großes Netzwerk mit vielen dänisch-deutschen Aktivitäten entstanden. Auch wenn auf deutscher Seite die meisten bei „Fehmarnbeltregion“ an Brücke oder Tunnel denken; auch wenn auf deutscher Seite dieses Thema eher negativ besetzt scheint, weil viele eher Befürchtungen haben: insgesamt hat sich der Ausbau der „Mentalen Brücke“ zwischen Dänen und Deutschen gut entwickelt.

Hier haben viele Projekte Vorzeigbares entwickelt, auch das Projekt REGIO-NET, das von der Beruflichen Schule Eutin aus federführend durchgeführt wird. Insgesamt sieben Partner bauen ein Netzwerk an Kontakten auf und nutzen dieses im Rahmen der Berufsausbildung für gemeinsame Lernabschnitte von Auszubildenden und Schülerinnen und Schülern. (Fritz Reuter, Projektleiter)

Die Partner auf deutscher Seite sind:

  • Die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin
  • Die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg
  • Das Regionale Berufsbildungszentrum des Kreises Plön
  • Die Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck in der Hansestadt Lübeck
  • Der Fachverband Bau Ostholstein e.V.

Und auf dänischer Seite:

  • Die Schule CELF in Nyköbing Falster
  • Das Mittelalterzentrum in Nyköbing Falster

Die Grundidee dieses Projektes ist: Junge Menschen aus Dänemark und aus Deutschland lernen miteinander und voneinander. Dies geschieht in gemeinsamen Arbeitswochen, einerseits in Dänemark, andererseits in Deutschland. Beispiele: Auszubildende des Elektrohandwerks beschäftigen sich mit intelligenten Installationen, Maurer arbeiten im Team, Fleischer vergleichen ihre Arbeitsmethoden, in der Gastronomie werden gemischte Menuevorschläge entwickelt, Gymnasiasten beschäftigen sich mit Literatur beider Länder usw. Bei einem ersten Projekttreffen mit allen sieben Partnern konnte der Schulleiter der Leadpartnerschule in Eutin, Helmut Landsiedel, viel Prominenz begrüßen: den Kultusminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Ekkehard Klug, den ehemaligen Mimisterpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, den Kreispräsidenten des Kreises Ostholstein, Joachim Wegener, den stellvertretenden Stadtpräsidenten der Hansestadt Lübeck, Lienhard Böhning und viele andere Kommunalpolitiker und Persönlichkeiten. Ebenso alle Schulleiterinnen bzw. Schulleiter der Partnerschulen und Martin Sönderskov vom Mittelalterzentrum Nyköbing. Danach stellte Projektleiter Fritz Reuter die Projektidee vor, und er erinnerte an den Start der Projektarbeit zwischen Eutin und Nyköbing im Jahre 1988, als Björn Engholm die Schulen zu internationalen Kontakten im Ostseeraum ermunterte.

Anschließend berichteten Lehrer und Auszubildende über die gemeinsamen deutsch-dänischen Arbeitswochen.

Björn Engholm hielt die Festrede, und er führte aus, dass die Entwicklungsmöglichkeiten im Ostseeraum noch lange nicht erschöpft sind. Nach einem Rückblick auf historische Zusammenhänge und Entwicklungen in unserer Region appellierte er an die Planer der Festen Beltquerung, die Bevölkerung „mitzunehmen“. Und er begrüßte grenzüberschreitende Projekte wie REGIO-NET, die Berührungsängste abbauen, gegenseitiges Verständnis fördern und auch neue Märkte erschließen. Dazu sei es erforderlich, dass junge Menschen nordische Sprachen lernen; er wünschte sich in diesem Zusammenhang ein Fach „Ostseekunde“ in den Schulen. Das Improvisationstheater „Steife Brise“ verstand es, mit dem Thema „Fehmarnbelt“ Nachdenkliches und Lustiges auf die Bühne zu bringen, und das Trio „Reifzeit“ brachte Musik nach dem Geschmack des Publikums, und das waren insgesamt mehr als 200 Menschen, Gäste und Projektteilnehmer, Jung und Alt.

Nach einem Mittagsimbiss gab es zwei Vorträge zu einem Thema:“ Die Feste Querung und die Fehmarnbeltregion“, mit Svend-Erik Hovmand vom dänischen Fehmarnbelt-Forum und mit Horst Weppler vom Kreis Ostholstein.

Neben REGIO-NET waren in den Media Docks auch andere laufende Projekte vorgestellt:

Das CJD Eutin stellte das Projekt „Pro Net“ vor, eine Zusammenarbeit mit dänischen Produktionsschulen.

Das Forum für berufliche Bildung und Qualifizierung FBQ war mit „Come on girls - get technical“ dabei. Bei diesem Projekt arbeiten die Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön und die dänische Schule CELF zusammen.

Die Handwerkskammer Lübeck war mit vier Projekten dabei:

  • ArTeMa (Art – Teaching – Management); zusammen mit CELF
  • VET Qualification System, 2 Länder – 1 Ausbildung; auch zusammen mit CELF
  • Fit für Europa
  • MoiNN (Mobilität im Netzwerk Nord)

Am Nachmittag wurden Fachvorträge für ein spezielles Publikum angeboten. In Abstimmung mit der Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön moderierte der Oldenburger Architekt Professor Ingo Gabriel Beiträge zu den Themen „Energieeffizientes Bauen und Umbauen“, „Kunst am Bau mit Solartechnik“, „Haustechnik – intelligente Installationen“ und „Moderner Holzbau“.