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Ausbildungsmesse Ostholstein-Mitte

Zum 10. Mal fand am 20.02.2019 die Ausbildungsmesse in unserer Schule statt. Die Messe ist aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit und uns ein Erfolgsmodell. Sie ist heute wichtiger denn je, denn der demographische Wandel und der daraus resultierende Fachkräftemangel sind schwierige Rahmenbedingungen für den Ausbildungsmarkt.

Im Vergleich zum letzten Schuljahr ist die Schülerzahl im Berufsbildenden Bereich in Schleswig-Holstein um 1.633 Schülerinnen und Schüler zurückgegangen. Damit befinden sich zurzeit 90.977 Schülerinnen und Schüler in den Beruflichen Schulen. Nach jetzigen Prognosen ist davon auszugehen dass diese Zahl auf etwa 80.000 Schülerinnen und Schüler in den nächsten zehn Jahren zurückgehen wird. Diese Zahl ist unter anderem dadurch begründet, dass die duale Berufsausbildung – bedingt durch einen sehr starken Trend zur Akademisierung und durch den demographischen Wandel deutliche Einbußen erlitten hat. Die Zahl Ausbildungsverträge ist in den vergangenen Jahren von 30.000 auf 20.000 zurückgegangen.

Umso wichtiger ist es in dieser Zeit, den Jugendlichen Angebote zu machen, eine duale Berufsausbildung aufzunehmen. Daher ist die Ausbildungsmesse, die heute zum 10. Mal stattfindet, so wichtig, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Und das ist auch die Motivation der Ausbildungsbetriebe, sich hier in so großer Zahl und so engagiert zu präsentieren. Auf der anderen Seite stehen die Schülerinnen und Schüler, die heute in großer Zahl aus allen Schulen in unserer Region unsere Messe besuchen. Ich freue mich, dass die Lehrkräfte dieser Schulen ihre Schülerinnen und Schüler sehr gut auf die Messe vorbereiten, so dass die Jugendlichen sich sehr zielgerichtet die Angebote der Messe erschließen können.

Diejenigen, die bereits eine Vorstellung haben, welche berufliche Zukunft vor ihnen liegt, konnten hier ihre Eindrücke vertiefen. Und diejenigen, die sich darüber noch nicht klar sind, hatten bei dieser Messe die besten Möglichkeiten, diese Informationslücke zu schließen. Dies ist nach meiner Einschätzung ein besonders gutes Beispiel gelebter Berufsorientierung.

Leider gibt es keine Kennzahlen, die Aussagen darüber ermöglichen, welche direkte Wirkung die Messe auf den Abschluss von Ausbildungsverträgen hat. Ich bin mir aber sicher, dass die Messe für alle Beteiligten positive Effekte erzeugt - seien es die Betriebe, die Jugendlichen, die Arbeitsagentur, unsere Schule oder der Kreis Ostholstein.

Das Land Schleswig-Holstein arbeitet zurzeit an einem Konzept zur Beruflichen Orientierung und nimmt damit die Impulse auf, die wir hier mit unserer Messe auf regionaler Ebene aussenden.

Wir als Berufliche Schule nutzen die Gelegenheit gern, im Rahmen der Ausbildungsmesse aber auch in vielen Gesprächen an allgemein bildenden Schulen, den Nutzen und auch den Zusatznutzen einer dualen Berufsausbildung zu verdeutlichen. Denn neben dem Berufsabschluss haben die Jugendlichen auch die Chance, bei uns allgemein bildende Abschlüsse zusätzlich zu erwerben (Erster Allgemeinbildender Schulabschluss, Mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, allgemeine Hochschulreife).

 Jeder Euro, der heute in die Ausbildung der Jugendlichen gesteckt wird, hat eine höhere Wirksamkeit als die Investition in nachträgliche Qualifizierung oder sogar staatliche Transferzahlungen.