Skip to navigation

Ausbildungsmesse 2018

Die berufliche Bildung trägt zu einem wesentlichen Teil zum wirtschaftlichen Erfolg Ostholsteins bei. Damit dies auch weiterhin so bleibt, haben die Leiterinnen und Leiter der Beruflichen Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren in Schleswig-Holstein ein Positionspapier zu den Handlungsfeldern entwickelt, die im Bereich der Beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein eine sehr hohe Relevanz haben.

Eine Forderung ist, die „Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit an den Regionalen Berufsbildungszentren und Beruflichen Schulen durch den Erhalt der Kombination von dualer Ausbildung und weiteren Bildungsgängen an den einzelnen Standorten [zu] erhalten.“

Jeder Bildungsgang, der – insbesondere in strukturschwachen Regionen – verloren geht, hat direkte negative Auswirkungen auf die Region selbst und auch auf unsere Schule, da es innerhalb des Systems der Beruflichen Schule wichtige Synergieeffekte gibt, die man nicht aufgeben sollte.

Während der eben beschriebene Punkt eher die horizontale Ebene betrifft, geht es beim zweiten Teil der folgenden Aussage um die vertikale Ebene: „Berufsschulangebote sind in allen Regionen des Landes Schleswig-Holstein mit fachlich abgestimmten Vollzeitangeboten zu ergänzen, um erstens den Zugang in eine duale Ausbildung zu unterstützen und zweitens die Bildungsketten insbesondere zu den Fachhochschulen sicher zu stellen.“

Wir arbeiten mit Hochschulen zusammen, um unsere Schülerinnen und Schüler besser auf ein Studium im Anschluss an unsere Bildungsangebote vorzubereiten.

„Regionale Berufsbildungszentren und Berufliche Schulen sollen in verstärktem Maße selbstständig in regionalen Verantwortungsgemeinschaften agieren, um die Übergänge in das Berufsleben zu gewährleisten.“

Wir, die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin, freuen uns, dass wir mit der Vielzahl der Partner in der Beruflichen Bildung gemeinsam erfolgreich agieren. Dieses Erfolgsmodell könnte allerdings noch verstärkt werden durch die Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Ostholstein, die ihre Standorte an den beiden Beruflichen Schulen in Eutin und Oldenburg haben könnte.

„Die Berufsorientierung an Allgemeinbildenden Schulen und RBZ/BS ist im Schulgesetz konkret und verbindlich zu verankern.“

Die Ausbildungsmesse, die heute hier in unserer Schule zum neunten Male stattfindet, ist der Versuch, Betriebe und Bewerberinnen und Bewerber zusammenzuführen. Voraussetzung ist dafür natürlich, dass die Bewerberinnen und Bewerber wissen, welche berufliche Zukunft sie anstreben. Diejenigen, die sich darüber noch nicht klar sind, haben bei dieser Messe die besten Möglichkeiten, diese Informationslücke zu schließen. Dies ist nach meiner Einschätzung ein besonders gutes Beispiel gelebter Berufsorientierung.

Dabei müssen wir aber immer noch am Image der dualen Berufsausbildung arbeiten. Das bedeutet, dass wir die Chancen, die mit einer dualen Berufsausbildung verbunden sind, stärker betonen.

Wir als Berufliche Schule nutzen die Gelegenheit gern, im Rahmen der Ausbildungsmesse aber auch in vielen Gesprächen an allgemein bildenden Schulen, den Nutzen und auch den Zusatznutzen einer dualen Berufsausbildung zu verdeutlichen.

Denn neben dem Berufsabschluss haben die Jugendlichen auch die Chance, bei uns allgemein bildende Abschlüsse zusätzlich zu erwerben (Erster Allgemeinbildender Schulabschluss, Mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, allgemeine Hochschulreife).

Jeder Euro, der heute in die Ausbildung der Jugendlichen gesteckt wird, hat eine höhere Wirksamkeit als die Investition in nachträgliche Qualifizierung oder sogar staatliche Transferzahlungen.

Warum findet die Berufsmesse hier bei uns an der beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin statt? Wir sind fest eingebunden in das Netzwerk der Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort. Wir arbeiten zusammen mit den allgemein bildenden Schulen, die die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Berufsorientierung auf ihre Berufswahl und Ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Wir arbeiten zusammen mit unseren Dualpartnern, den Unternehmen aus Handwerk, Handel, Industrie und dem Gesundheitsbereich in der Region und den entsprechenden Innungen und Kammern. Wir arbeiten eng zusammen mit staatlichen Stellen wie Arbeitsagentur, wie der Kommunalverwaltung – zum Beispiel dem Kreis Ostholstein und der Stadt Eutin, mit Jugendämtern und dem Bildungsministerium. Wir sind eingebunden in die regionalen Gesellschaftsstrukturen. Und weil dies so ist, sehen wir uns als Schnittstelle aller genannten Institutionen. Und daher findet die Berufsmesse auch sinnvollerweise in unserem Hause statt.

Einen Film zur Ausbildungsmesse finden Sie auf YouTube unter https://youtu.be/eAU55LWm4Ic. Außerdem wurde eine Bildergalerie in der JOBBOX unter https://www.facebook.com/jobbox.sh/ veröffentlicht. Beides wird von der Agentur für Arbeit Lübeck zur Verfügung gestellt.