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Mehr Barrierefreiheit durch Smart Home

Im Rahmen des an unserer Schule entstandenen Projektes „Das barrierefreie E-Haus“, unterstützt durch den Kreis Ostholstein, wurde erstmals eine in den Berufsschulunterricht integrierte Schulung im Bereich „barrierefreies Smart Home“ durchgeführt. Am 16. und 17.11.2021 wurden die Auszubildenden des Elektro- und Sanitär-Heizung-Klima-Handwerks in einer jeweils sechsstündigen Veranstaltung durch die Firma Rademacher geschult und zertifiziert. 

Inklusion funktioniert nicht ohne Barrierefreiheit. In der Regel assoziieren Menschen mit dem Begriff Barrierefreiheit breite Türen, Rampen statt Treppenstufen, Behindertentoiletten oder Notrufsysteme. Doch Barrierefreiheit bedeutet umfassender Zugang und uneingeschränkte Nutzungschancen aller gestalteten Lebensbereiche für alle Menschen - ob mit oder ohne Einschränkungen.

Was bedeutet Smart Home in diesem Kontext?

Smart Home hilft ein selbstbestimmtes Leben im Bereich Wohnen zu ermöglich. Der smarte Wohnraum ist ein weiteres Stück Barrierefreiheit. Durch die Smart Home Technologie werden Alltagsvorgänge durch moderne Elektronik automatisiert. Geräteeinstellungen können per Computer oder Smartphone gezielt an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Auch die endgerätlose Steuerung, etwa über Sprachbefehle oder Handzeichen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier ergeben sich gerade für die im Alter eingeschränkten Bewohner zahlreiche Möglichkeiten, den Alltag barrierefreier zu gestalten. Die intuitive Steuerung ist das ideale Verbindungsstück zum längeren eigenständigen Wohnen und Leben. Die Vielzahl an möglichen Szenarien (Anwesenheitssimulation, automatische Beschattung oder im Brandfall: Licht an und Eingänge öffnen) oder Fördermöglichkeiten gilt es den Auszubildenden mit auf den Weg zu geben. Durch die Schulung der Auszubildenden im sicheren Umgang mit den Smart Home Komponenten werden sie zu sensiblen Beratern der Kunden, wenn es um die Frage geht: Wo kann die Technologie hier Einschränkungen im Alltag abbauen?

Unser Schulleiter Christoph Salewski und der neue Innungsobermeister der Elektroinnung Ostholstein Stefan Erbs begrüßten das Konzept der gewerkeübergreifenden Veranstaltung und lobten das Engagement der beteiligten Lehrkräfte Nico Wohlan, Hartmuth Zittlau, Torsten Klinckhamer und dem Prüfungsausschussvorsitzenden für den Bereich Sanitär-Heizung-Klima Matthias Wulff.

Die beiden „Neuen“ betonten nochmals, dass sich Schule und Handwerk dem digitalen Zeitalter stellen müssen, um den Anschluss an den immer schneller werdenden digitalen Wandel nicht zu verpassen. Beide sehen hier das 2017 entstandene Inklusionskonzept „Das barrierefreie E-Haus“, initiiert durch die Lehrkräfte Nico Wohlan und Hartmuth Zittlau, als Meilenstein der beruflichen Bildung!