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How to survive intercultural encounters – even in times of COVID-19

Schweden ist in den letzten Wochen und Monaten eher bekannt als „land of the mask-free“[1], während man in Großbritannien allerorts mit der Montage von Desinfektionsmittelspendern beschäftigt ist. Weltweit werden nicht nur die aktuellen Fallzahlen verglichen, sondern auch die verschiedenen Vorgehensweisen bei der Bekämpfung der Coronapandemie. Dass jedes Land dabei seine eigne Strategie finden muss, liegt nicht zuletzt in der ganz eigenen Kultur begründet. Um zu verstehen, müssen wir also auch die individuellen kulturellen Werte und Verhaltensweisen in Betracht ziehen.

Mit dem Ziel eine solche interkulturelle Kompetenz auszubilden beziehungsweise zu vertiefen, führten die Schülerinnen und Schüler der BOG/T20 am Freitag, den 30. Oktober 2020 drei Workshops mit Teilnehmenden der Fachoberschule durch.

Besondere Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler sind dabei in diesem Jahr nicht nur das Einbeziehen der Teilnehmenden, die unvorhersehbare Interaktion in englischer Sprache sowie die klare Zieltransparenz, sondern auch die strikte Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Mit ein wenig Kreativität werden die Workshops jedoch kurzerhand zu Outdoorevents und die japanischen Stäbchen avancieren von schwierig zu händelndem Essbesteck zu nützlichen Abstandshütern. Von Kohortendurchmischung keine Spur!

Während in der fantasiereich geschaffenen Innenhofdisko Sicherheitsabstand und Kontaktaufnahme kombiniert werden, Dude, halten Argentinien und Kanada Einzug in den Fahrradkeller. Die Hintergrundinformationen werden in Memoryspiele eingebunden und so langfristig verankert. Unterdessen werden unter einem rosa Regenschirm die iranische, spanische und japanische Kultur kulinarisch vereint. Dabei gilt es nicht nur mit allen Sinnen das Fremde zu erfahren, sondern sich darüber auch des Eignen bewusst zu werden. Denn nur so kann auf das Andere zugegangen und Kompromisse geschlossen werden. Neben den kulturellen Erkenntnissen realisieren die Teilnehmenden auch, was einen guten Workshop ausmacht und wie sie zukünftige Präsentationen ansprechend gestalten wollen.

Wer also glaubt Corona könnte uns davon abhalten, die Welt ein bisschen besser zu verstehen, der irrt. In diesem Sinne erscheinen Pragmatismus, Freiheitsdrang, Stolz und Gehorsam als kulturelle Säulen, die Einfluss nehmen auf die Entscheidungen über Maskenpflicht, Lockdown und Desinfektionsmittel. Dank der Workshops sind wir wieder ein Stück mehr vorbereitet auf die Zeit, in der Reisen und Zusammenkunft wieder möglich sind, damit wir interkulturelle Begegnungen nicht nur überleben, sondern sie meistern!

[1] The Economist Leaders. 2020. “economist.com”. <https://www.economist.com/leaders/2020/10/10/the-real-lessons-from-swedens-approach-to-covid-19> (03.11.20)

Ein besonderer Dank geht an die Schülerinnen und Schüler der BOG/T20, die mit viel Engagement und beeindruckendem sozialen Miteinander den Tag gestaltet haben, aber auch an Corinna Coplin und Mar Pedraza, die durch ihre Teilnahme eine möglichst objektive Bewertung der Workshops ermöglicht haben.

Meike Ohm

Bereiche: Berufsoberschule, Fachoberschule