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Projektmanagement Workshop 2021/2022 in Bad Schwartau

Hallo liebe Leser,
wir sind aus dem 13. Jahrgang (GG/GW19b) in Bad Schwartau und haben 2021/22 an Herrn Nicolaus’ Projektmanagement-Kurs teilgenommen. Freundlicherweise bietet er diesen Kurs (jedes Jahr) für Schüler*innen aus der 13. Klasse an. Wenn man teilgenommen hat, erhält man ein Zertifikat, mit welchem man in der nächsten Bewerbung glänzen kann. So etwas wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben mit acht Schüler*innen an dem Kurs teilgenommen und in kleinen Teams unsere eigenen Projekte gestartet. Herr Nicolaus hat uns natürlich das ganze wichtige Wissen zum Thema „Projektmanagement“ beigebracht und uns zusätzlich bei unseren Projekten unterstützt.
Getroffen haben wir uns immer montags in der 9/10 Stunde.
Im Folgenden werden wir euch unsere Projekte vorstellen.
Viel Spaß!

   

Plantastic
Wir sind Ellena und Paul. Seit Ende 2019 führen wir eine glückliche Beziehung und die pflanzenbasierte Ernährung prägt diese – erst vegetarisch, nun schon seit längerer Zeit komplett vegan. Wir lieben beide Fast Food und das am liebsten selbstgemacht zuhause. Schon lange haben wir vegane Produkte wie Nuggets, Burger oder Salami stets gekauft, jedoch ist der gezahlte Aufpreis für den Trend auf Dauer immer kostspielig, wenn der Hunger gestillt werden muss. Da kamen wir auf die Idee, unseren „Stoff“ einfach mal selbst zu machen, mit dem Ziel, die Produkte für uns günstiger und authentischer herzustellen. Ellenas größtes Lieblingsessen sind Burger – Ladys First, deshalb haben wir auch zuerst in diesem Projekt mit dem Burger Patty angefangen.
Wir haben uns Standards festgelegt. Am Anfang eine gute pinke Masse, die man genauso wie Hackfleisch verwenden kann, die auch als Basis für eine Bolognese geeignet ist. Mit drin sind die weißen Fettstücke, die das „Fleisch“ später schön saftig machen.
 Die Basis für unser Patty ist texturiertes Sojagranulat. Das ist entfettetes Sojamehl, verarbeitet zu Granulat mit einem Eiweißgehalt von 50%. Das Sojagranulat quellen wir mit Wasser auf, sodass es eine perfekte Konsistenz hat. Das Granulat geben wir dann in einen Standmixer und rühren es mit allen Zutaten durch. Erst einmal wird es gewürzt mit Glutamat, Salz, Zwiebelpulver und Raucharoma. Der Soja Geschmack wird neutralisiert mit Branntweinessig. Für einen fleischigen Geschmack wird Hibiskuspulver, Rote-Beete-Pulver, Granatapfelpulver, Karottenextrakt und Apfelextrakt hinzugegeben. Die Pulvermixtur sorgt außerdem für die rot-pinke Farbe der Patties. Den Schmelz erhalten unsere Patties durch eine Pflanzenfett-Mixtur, das tiefgefrorene Fett wird in das Hack geraspelt und erscheint somit optisch wie im Original. Stabilisiert wird die Masse dann mit Methylcellulose. Es quellt durch Wasser auf und dient als Verdickungsmittel. Sobald es jedoch erhitzt wird, verfestigt es sich und somit auch das Patty. Ohne diesen Zusatzstoff würde die pflanzenbasierte Masse auseinanderlaufen. Aber keine Sorge vor dem gruseligen Namen, Methylcellulose ist ein sicherer, zugelassener Zusatzstoff in der EU und wird bei der Verdauung nur „durchgeschleust“. Die fertige Hackfleisch-Masse kann nun zu Burger-Patties weiterverarbeitet werden und diese müssen anschließend noch einen Tag im Kühlschrank lagern, um sich zu verfestigen. Die Burger Patties sind dann „ready-to-go“ und werden bei mittlerer Hitze, am besten mit Olivenöl, etwa 10 Minuten gebraten. Nach eingehenden Zubereitungs- und Verzehr-Tests sind diese als Hack und als Bolognese sehr schmackhaft.  Ausgehend von den hohen Kosten haben wir unser Ziel, zwei Burger Patties für weniger als einen Euro herzustellen, erreicht und sind sehr zufrieden mit der Qualität. 

Die Entstehungsgeschichte von Linemark
Ich heiße Ben. Als ich mit dem Projektmanagement-Kurs bei Herrn Nicolaus begann, fiel es mir schwer ein Projekt zu finden, welches mein Interesse weckt und gleichzeitig in der kurzen Zeit realisierbar ist. Zuhause las ich zu dieser Zeit ein Buch und markierte mir immer mit einem Textmarker wichtige Textstellen, welche ich mir merken wollte. Den Textmarker habe ich dann immer als Lesezeichen benutzt um nicht jedes Mal, wenn ich weiterlas den Textmarker suchen zu müssen. Und so war meine Idee geboren, ein Lesezeichen zu entwerfen welches gleichzeitig ein Markierstift ist um Textstellen, direkt markieren zu können.

Vorab habe ich viel Zeit in das Design, die Funktionalität und das Material – als Lesezeichen und Stifthalter investiert. Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Drechsler, der meine Idee auch super fand und mir dabei half, meine Idee in ein Produkt aus Holz zu verwandeln.

Zur Erstellung eines Prototyps habe ich ca. vier Stunden in seiner Werkstatt verbracht, in denen ich viel über das Arbeiten mit Holz und den Umgang mit den verschiedensten Werkzeugen gelernt habe. Das Projekt hat so viel Spaß gemacht, dass ich auch nach dem Projektmanagement-Kurs meine Idee weiterentwickeln werde. In den Theoriestunden des Kurses habe ich viele nützliche Werkzeuge und Strategien kennengelernt, welche mir in Zukunft dabei helfen werden, weitere Projekte zu planen und auch mit Erfolg umzusetzen.

Der Flug des Vogelfutterhauses
Im Rahmen des Projektmanagement 2021/22 haben wir uns nach kurzer Überlegung entschieden, dass unsere Gruppe, bestehend aus Christian, Luca und Alexander, ein Vogelfutterhaus bauen möchte. Um die dort auftauchenden Vögel zu dokumentieren, haben wir eine Kamera darin platziert.

Wir kamen zu dieser Idee, nachdem wir zahlreiche Vogelkästen auf dem Schulhof gesehen haben, jedoch die nötige Ablage für Vogelfutter fehlte. Um dies zu ändern, war unsere erste Idee, unser Vogelfutterhaus alleinstehend auf dem Schulhof zu platzieren. Da dies aber logistische, wetterbedingte und handwerkliche Fragen aufwarf, überlegten wir kurzfristig unser Haus an einem Baum zu befestigen. Da dies jedoch mit der Dokumentation mithilfe der Kamera im Konflikt stand, haben wir uns endgültig dazu entschieden, unser Projekt an einer Ecke der Außenwand unserer Schule zu befestigen. Der ständige Austausch mit unserem Hausmeister Herrn Sonntag war sehr hilfreich. Er stellte uns dankenswerterweise Materialien zur Verfügung. Leider ergab sich bei weiterer Untersuchung, dass diese Materialien recht schwer sind und die Halterung angepasst werden musste. 

Mithilfe dieses Modells haben wir die letzten baulichen Herausforderungen gemeistert, so dass wir mit diesen Erkenntnissen das Vogelfutterhaus fertigstellen und anbringen können. Unser Modell haben wir dann aus OSB Holzplatten gebaut. Dazu trafen wir uns außerhalb der Schule. Bevor wir mit dem Bau begannen, haben wir die Maße des Vogelhauses berechnet. Mit handelsüblichen Werkzeugen stellten wir das Haus fertig und um es vor Regen zu schützen, haben wir auf dem Dach Dachpappe platziert. 

KatzenKratz - Einklappbare Kratzmöglichkeit

(Sarah und Anh)
Sarah hat vor einiger Zeit eine Babykatze namens Lucy bekommen, die noch keinen Kratzbaum für die Pflege ihrer Krallen zur Verfügung hat. Deshalb sind wir während unseres Projektmanagement-Workshops unter der Leitung von Herrn Felix Nicolaus auf die Idee gekommen, einen besonderen Kratzbaum zu entwerfen. Da Sarah ihre Katze gerne mit in den Urlaub nehmen möchte und ein normaler Kratzbaum zu groß ist, um ihn auf Reisen mitzunehmen, war es unsere Überlegung, einen verstaubaren und leicht transportierbaren Kratzbaum zu entwickeln.
Nachdem wir unsere Ideen skizziert hatten, sind wir gemeinsam zum Entschluss gekommen, die Säule des Kratzbaums wie ein ausziehbares Teleskop aufzubauen. Unser Teleskopsystem besteht aus mehreren robusten Kunststoffrohren, in welchem jeweils ein schmaleres Rohr hineingeschoben werden kann. Somit ist die Höhe des Kratzbaums variabel. Um der Katze ein Kratzerlebnis zu bieten, sollte das Kunststoffrohr mit einem kratzfesten Material ummantelt werden. Bei unserer Recherche einigten wir uns auf eine Sisalfasermatte, da das Material vom Gewicht her leicht und doch beständig genug für die Kratzübungen einer Katze ist. Diese Sisalfasermatte kann mithilfe eines Reißverschlusses um das Kunststoffrohr befestigt werden. Zudem werden an allen vier Ecken dieser Matte Löcher mit Verstärkungen eingestanzt, damit die Matte alternativ an eine Wand gehängt werden kann. 

Für den stabilen Standfuß und das runde Schlafkörbchen, das sich oben auf dem Kratzbaum befinden soll, wählten wir Holz als Material. Da Katzen es gerne kuschelig haben, einigten wir uns darauf, das Schlafkörbchen mit einem flauschigen Stoff auszukleiden. Zum Abschluss sollte der Schlafplatz mit einer dicken Kunststoffkordel umwickelt werden, um eine robuste Optik zu erhalten und der Katze noch mehr Kratzfreuden zu ermöglichen. 
Durch die gemeinsame Projektplanung und die Einkäufe der benötigten Materialien sind wir bestens vorbereitet, unsere Idee eines transportablen Kratzbaums für Lucy umzusetzen, damit sie auch auf Reisen nach Herzenslust ihre Krallen pflegen kann. Die Materialien haben wir an unserer Stellwand ausgestellt, so dass jeder einen persönlichen Eindruck bekommen kann.

Bereiche: Bad Schwartau, Berufliches Gymnasium