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Extrablatt: Fantastische (Tier)wesen und wo sie zu finden sind

In Schottland! Vom 24. bis zum 28. Oktober machte sich ein mutiger Expeditionstrupp an jungen Kulturforschern auf den weiten Weg ins vermeintlich raue Edinburgh. Bereits am Flughafen begegnete uns das erste fabelhafte Wesen: ein Erste-Hilfe-Einhorn, stets einsatzbereit und um die Sicherheit aller bedacht. Für Pünktlichkeit musste jede/r allerdings selber sorgen - das musste ja mindestens einmal schief gehen! Aber ein Buddy-Prinzip muss sich auch erst einspielen. Einmal verinnerlicht möchten wir dieses Prinzip jetzt nicht mehr missen (Wo ist eigentlich Finja?).

Vollständig und pünktlich ging es an unserem ersten Expeditionstag los. Richtung Parlament, wo uns das nächste unbekannte und unverständliche Wesen begegnen sollte: der Schotte als solcher - stets höflich, stets bemüht, stets nuschelnd. Ohrerholung folgte direkt im Anschluss als wir einen von den Schülerinnen/Schülern im Unterricht vorbereiteten Stadtrundgang genießen durften. Von mittelalterlichen Pubs über Königinnen bis Harry Potter war alles dabei, einschließlich Gräbersuche auf dem Friedhof. Nach so viel Aufregung durfte eine landestypische Stärkung auf keinen Fall fehlen: der deepfried Marsbar (frittierter Marsriegel im Bierteig). Die 73 Millionen Kalorien mussten natürlich wieder abgearbeitet werden. In diesem Sinne: Ab auf den Hausberg Arthur's Seat! Bei strahlendem Sonnenschein, herrlicher Luft und ausgelassener Stimmung schlängelte sich die Kultur-Karawane bei 4 Grad Außentemperatur den Pass hinauf. Perfektes Training für die am nächsten Tag folgende Küstenwanderung. Guckt da eigentlich Nessi aus dem Wasser? Nein, es ist bloß ein neugieriger Seehund. Doch Edinburgh hat nicht nur an der Oberfläche viel zu bieten, unterhalb der Altstadt spielt sich noch heute so manche unheimliche Geschichte ab. Eindrucksvoll inszeniert The Real Mary King's Close das Leben vergangener Tage. Zurück in der Gegenwart wurden wir von fröhlich feiernden Schotten mit sexy Augen empfangen. Auch sonst gestaltete sich der kulturelle Austausch vielfältig: Macarena-tanzende Chileninnen, 6 kg Pasta und ein indischer Slumdog machten unser Viertel zu einem Schmelztiegel der Kulturen. Da ist es doch umso beruhigender zu wissen, dass unser Erste-Hilfe-Einhorn immer zur Stelle ist. Vielen Dank für diese fabelhaften Tage in schottischen Gefilden!

 Meike Ohm und Annika Gradert