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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage - Feierliche Übergabe der Urkunde

  

Vor zwei Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden. Unsere Schülervertretung hat dieses Projekt über den gesamten Zeitraum der Entwicklung begleitet und wir als Schule haben viele Aktivitäten entfaltet, um diesem Anspruch, eine „Schule ohne Rassismus – eine Schule mit Courage“ zu sein, gerecht zu werden. Pate des Projektes ist Wincent Weiss - unsere ehemaliger Schüler - der auch heute anwesend sein konnte und sich ausführlich über unsere Aktivitäten informiert hat!

Heute wurde die Urkunde von Medi Kuhlemann, der Landeskoordinatorin - Schleswig-Holstein des Projektes, an uns übergeben!

Was haben wir getan, um diesen Titel zu erhalten?

  • Orientiert am Leitbild der Schule bieten wir keinen Raum für Rechtsextremismus und Rassismus und versuchen, die Geflüchteten, aber auch alle anderen ausländischen Jugendlichen bestmöglich zu integrieren.

  • Unsere Schulkonferenz hat vor etwa drei Jahren beschlossen, dass die BS Eutin „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ werden soll, um ein deutliches Zeichen für ein friedliches und konstruktives Miteinander zu setzen.

  • Die BS Eutin lehnt jegliche Form von Ausgrenzung ab und wendet sich bewusst gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt.

  • Die BS Eutin schafft ein positives Klima - geprägt von Toleranz und Offenheit.

 Daher haben über 70 % unserer Schülerinnen und Schüler, unserer Lehrkräfte und der anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die folgende Selbstverpflichtung unterzeichnet:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

  2. Wenn an meiner Schule Gewalt oder diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.

  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Insbesondere in diesem Jahr, dem Jahr der politischen Bildung, haben wir viele Aktivitäten entfaltet, die im Sinne dieser Selbstverpflichtung zu sehen sind. Ich nenne nur drei – stellvertretend für alle anderen:

  1. Diskussionsveranstaltung mit dem irakisch-kurdischen Journalisten und Blogger, Kamal Chomani, zur Presse- und Meinungsfreiheit am 22.02.2019.

  2. Filmvorführung „Blut muss fließen“ – Undercover unter Nazis und Diskussion mit dem Regisseur des Films, Peter Ohlendorf, am 6. und 7. März 2019 in Eutin und in Bad Schwartau.

  3. Am kommenden Montag, 17. Juni 2019, hören mehrere Klassen unserer Schule den Vortrag des Aussteigers aus der rechtsextremen Szene, Maik Scheffler, und kommen mit ihm darüber ins Gespräch.

Eine Vielzahl von Workshops, Ausstellungen sowie Einblicke in andere Kulturen zeigten, dass es hinter dem Horizont weiter geht. Wir haben dabei mit vielen Organisationen zusammengearbeitet, wie zum Beispiel mit der Gedenkstätte Ahrensbök.

Nun sind wir Teil des größten Schulnetzwerks in Deutschland mit 1,5 Millionen Schülerinnen und Schülern und über 2.500 Schulen und einem ausgesprochen wichtigen gesellschaftspolitischen Auftrag. Wir sind sehr stolz, dass unsere Schule jetzt diesen Titel hat, der für uns Ansporn auch für die Zukunft sein wird.