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Aktuelles

GW 20a auf geschichtlicher Exkursion in Neustadt

Der 27. September stand für die GW 20a ganz im Zeichen des Faches Gemeinschaftskunde.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisfachberater für Kulturelle Bildung an Schulen in Ostholstein Herrn Mano Salokat wurde der 12. Klasse ein Vormittag im Neustädter zeiTTor-Museum, in dem aktuell die Anne Frank-Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ gezeigt wird, mit sich anschließender geschichtlicher Stadtführung auf dem „Stutthof-Weg“ mit Blick auf die Ostsee und die Cap Arcona-Katastrophe vom 3. Mai 1945, geboten.

Der Exkursionstag beginnt für alle um kurz vor 9 in Neustadt, von einer Gruppe Delegierter aus dem zeiTTor-Museum werden wir sehr freundlich am Treffpunkt abgeholt, begrüßt und in den Tag geleitet.

Ben und Aaron, unsere ausgebildeten Peer-to-Peer-Guides vom Küstengymnasium in Neustadt, nehmen uns mit auf die Spuren von Anne Franks Lebensgeschichte und fördern in anschaulicher und interaktiver Art die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und der Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie bis heute.

Das Konzept der Ausstellung setzt auf die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit der Geschichte von Anne Frank und ihrem Tagebuch. Viele private Fotos erlauben zudem einen ganz intimen Einblick in das Leben der Familie Frank und ihrer Freundinnen und Freunde. In ihrem Tagebuch schreibt Anne vor dem Hintergrund der damaligen Verfolgung und Lebensumstände über Themen, die auch Jugendliche heute noch beschäftigen: die eigene Entwicklung und die Welt, die sie umgibt.

In der Ausstellung erzählen große Bildwände in sechs Abschnitten von Anne Franks Leben und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten, über die Zeit in Amsterdam – die glückliche Kindheit und die schwere Zeit im Versteck – bis zu den letzten sieben Monaten ihres Lebens in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen, immer eingebunden in den größeren historischen Kontext.

In einem zweiten Teil der Ausstellung beschäftigen wir uns mit Fragen, mit denen sich auch Anne Frank beschäftigt hat und die heute noch aktuell sind. Es sind Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: „Wer bin ich?“, „Wer sind wir?“, „Wen schließen wir aus?“.

Fazit zu Teil eins: Wir wurden abgeholt, uns wurde ein kurzweiliger Überblick über Anne Franks Leben verschafft, der an einigen Stellen gern noch etwas tiefergehender hätte sein dürfen.

      

Tiefergehender wird es in Teil 2 des Exkursionsvormittages. Nach einer kurzen Verschnaufpause werden wir von Wilhelm Lange (Mitglied der Geschichtswerkstatt Neustadt in Holstein und seit 1984 für die Stadt Neustadt in Holstein in den Bereichen Erwachsenenbildung, Museum Cap Arcona und Archivangelegenheiten tätig) in Empfang genommen, der uns mitnimmt auf die Spuren des Massakers an den Stutthof-Häftlingen, über das bis heute wenig in Neustadt gesprochen wird.

Dazu fährt uns ein Bus Richtung Strand und setzt uns am „Stutthof-Weg“ ab. An den Schauplätzen von so viel Gräuel schildert Herr Lange uns zunächst vom Elend des 3. Mai 1945. Auf dem Schiff namens Cap Arcona und zwei weiteren Schiffen waren KZ-Häftlinge untergebracht, die im April auf so genannte Todesmärsche geschickt worden waren, viele aus Neuengamme bei Hamburg, die Schiffe lagen seeuntauglich im Neustädter Hafen. Am Nachmittag griffen britische Flugzeuge die Schiffe an, mit Ausnahme der Cap Arcona, auf der es eine Explosion gab. Das Schiff, das eine Selbstzerstörungsfunktion hatte, versank in der Ostsee. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, abgelegt in den Geschichtsbüchern und im Cap-Arcona-Museum als „historische Katastrophe“.

Es liefen aber auch in der Nacht des 2. Mai 1945 Schleppkähne mit mehr als 1600 Häftlingen aus dem KZ Stutthof in Neustadt auf den Strand. Und dort am Ostseestrand beteiligten sich Neustädter Bürger an einem Massaker, dem zweihundert Menschen zum Opfer fielen. Ungesühnt, keiner will etwas getan oder auch nur gesehen haben. Fotos aus den privaten Fotoalben britischer Soldaten, die Herr Lange uns an den Originalschauplätzen zeigt, zeigen die Leichen der Opfer am Strand, wenige notdürftig verscharrt. Seit einem Jahr gibt es Tafeln am Rand des „Stutthof-Weges“, (der übrigens immer noch so heißt,) die auf das Massaker hinweisen. Vorher gab es in Neustadt nur die Auseinandersetzung mit der Cap Arcona-Katastrophe, ein Museum, mehrere „Cap-Arcona-Friedhöfe“, ein Ehrenmal auf dem Ehrenfriedhof der Stadt Neustadt. Aber zu Stutthof? Immer noch zu wenig, findet Wilhelm Lange. Auch die Namenserklärung des Straßenschilds „Stutthof-Weg“ behauptet immer noch, die Menschen seien „von ihren Bewachern“ ermordet worden, dies ist so nicht ganz wahr. Viele Neustädter beteiligten sich. „Die Erinnerung daran ist lebendig“, sagte Lange, „aber es gibt hier Nachkommen der Täter – deswegen wird das Thema offenbar noch immer als Makel empfunden.“

Fazit zu Teil zwei: Die Führung auf den Spuren des Todesmarsches durch Herrn Lange und das „Lebendig-Machen" des 03. Mai 1945 war sehr informativ und zeigte nachhaltig Wirkung.

                                 

 Julia Kraft

 

 

Juniorwahl 2021

Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021: Die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin hat gewählt: FDP stärkste Kraft!

In der vergangenen Woche hatten 597 Schülerinnen und Schüler der BS Eutin die Möglichkeit, im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme für den Bundestag abzugeben. Gewählt wurde an den Standorten Eutin und Bad Schwartau in vier Abteilungen (BG, BFS 1,  BFS 3, AV-SH). Die Wahlbeteiligung lag bei 83,92 %.

Bei der Auszählung der Stimmen konnte die FDP mit 23,15 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von der SPD mit 21,16 Prozent der Stimmen vor den Grünen mit 18,56 Prozent der abgegebenen Stimmen. 

Das bundesweite Ergebnis der Juniorwahl ist über eine interaktive Karte unter diesem Link nachzuverfolgen: https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html

 Schülerstimmen:

„Das Mitmachen bei der Juniorwahl hat mir, als Erstwähler, sehr geholfen, Angst und Unsicherheit abzubauen. Ich freue mich jetzt auf’s Wählen am Sonntag.“

 „Wir haben uns wichtig und ernst genommen gefühlt.“

 „Der Unterricht zur Juniorwahl und das Simulieren der Wahl empfanden wir als lehrreich und wichtige Möglichkeit, außerdem ist es fördernd für die Demokratie.“

 „Die Arbeit als Wahlhelfer hat sehr viel Spaß gemacht und war eine positive und wichtige Erfahrung, ich könnte mir vorstellen, dies auch später zu machen.“

 „Hier passiert Demokratie.“

 „Sich mit Wahlen auseinander zu setzen, geht uns als Gesellschaft alle etwas an.“

 

Lehrerstimmen:

„Die Schülerinnen und Schüler waren im Unterricht viel interessierter und motivierter.“

 „Die Juniorwahl bietet schöne Ideen für den Politik-/Gemeinschaftskunde-Unterricht, die Organisation geht leicht von der Hand.“

 

Hintergrund Juniorwahl

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. In den letzten Wochen stand das Thema „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan und in der letzten Woche ging es – wie bei der „echten“ Bundestagswahl am 26. September 2021 – für die Schülerinnen und Schüler mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal.

Die 28 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer aus dem Beruflichen Gymnasium in Eutin, die im Vorfeld die Wählerverzeichnisse angelegt hatten und die Stimmen auszählten, übernahmen in der Wahlwoche aktiv Verantwortung und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Erstmals seit diesem Schuljahr beteiligt sich die BS Eutin an der Juniorwahl und hat das Projekt fest in ihr Projektangebot aufgenommen.

Die Juniorwahl zur Bundestagswahl wird gefördert durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung.

Bundesweit sind über 4.500 Schulen am Projekt beteiligt:  https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html 

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich  schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

Julia Kraft

Einblicke in Lübecker Unternehmen - Ausblicke für die Zukunft: die Lübecker Ausbildungsrallye der IHK am 21. September

Am Dienstag, den 21. September 2021, soll es auch in diesem Jahr soweit sein! Die 6. Lübecker Ausbildungsrallye geht an den Start und ermöglicht dir als zukünftigen Schulabgänger / zukünftige Schulabgängerin einen ersten Einblick in unterschiedliche Unternehmen der Hansestadt. Für den Tag steht dir, wenn du möchtest, ein Ticket des Stadtverkehrs Lübeck zur Verfügung, um zu den Stationen zu gelangen.

Mehr Informationen unter https://www.ihk-schleswig-holstein.de/bildung/berufsorientierung/berufsmessen/ausbildungsrallye-3496490.

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