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Don’t let them DRAG you down

Christian ist ein vielbeschäftigter Familienvater, der in einem Autohaus arbeitet. Sein Leben ändert sich drastisch als er seinen Job verliert, nachdem ihm zum wiederholten Male ein Fehler unterläuft. Es hindert ihn jedoch nicht daran seine Familie anzulügen und so zu tun, als ob alles so wäre wie immer. Durch Zufall gelangt er an einen außergewöhnlichen neuen Job, der seine Persönlichkeit verändern wird. Wie reagiert seine Familie darauf? Findet er Akzeptanz in der Gesellschaft?

Die Idee des Theaterstücks basiert auf dem Stück „Le Tartuffe“ des französischen Dramatikers Molière, welches von dem Theaterkurs im 12. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums Eutins umgeschrieben wurde. Ausgehend von einem Charakter, der vorgibt jemand zu sein, der er eigentlich nicht ist, werden außerdem gesellschaftskritische Themen wie Toleranz, Akzeptanz und Integration angesprochen.

In zahlreichen Theaterstunden haben wir verschiedene Konzepte, unter anderem Licht- und Bühnenbildproduktion oder auch die Musik oder die Kostüme erarbeitet. Die fünf Akte sind eine Eigenproduktion. Weiterhin wird das Stück von der Schulband begleitet.

Die Premiere von „Don’t let them DRAG you down“ findet am Donnerstag, den 09. Mai 2019 in der Aula der Voss-Schule statt (Bismarckstraße 14, 23701 Eutin). Der Einlass fängt um 19:00 Uhr an und das Stück beginnt um 19:30 Uhr. Auch am Folgetag (Freitag, den 10. Mai 2019) werden wir zur gleichen Zeit und am gleichen Ort das Stück präsentieren.

Der Eintritt beträgt für Schüler 4€ und für Erwachsene 5€. Die Karten können durch Vorverkauf in der Schule und an der Abendkasse erworben werden. Der Erlös geht zur Hälfte in die Kasse des Abiballs und zur Hälfte an den nächsten Theaterkurs.

Engagiert für Barrierefreiheit, Bildung und Betriebe

Was passiert, wenn sich die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin, die Lebenshilfe Ostholstein e.V. im Rahmen des Projektes „Ostholstein – wir alle“ und die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH für eine gemeinsame Veranstaltung zusammentun? Dann unterstützt ein barrierefreies E-Haus die Umsetzung von Inklusion und die Innovationskraft örtlicher Betriebe! Wie, das konnten etwa 70 interessierte Teilnehmer*innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft am Donnerstag erleben.

Zunächst gaben Fachleute aus Politik und Praxis einen fundierten Überblick zu dem Thema, das die drei Veranstalterinnen verbindet: Barrierefreiheit. Ob im öffentlichen Raum oder im häuslichen Umfeld, Barrierefreiheit ist für manche ein Muss, für viele eine Annehmlichkeit und für andere eine betriebliche Chance. Sie umzusetzen, braucht innovative Ansätze in Bildung, sozialer Arbeit und Betrieben sowie die sozialverantwortlich handelnden Akteure im Kreis und in den Kommunen.

Carsten Ingwertsen-Martensen als Gastgeber und Schulleiter betonte den Zusammenhang von Bildung, Wirtschaft und kommunaler Daseinsvorsorge.„Den Aktionsplan Inklusion verstehen wir als Aufforderung, im berufsspezifischen Bereich unseren Beitrag zu leisten. Mit unserem Leuchtturmprojekt ,Das barrierefreie E-Haus’ nehmen wir Aspekte der Barrierefreiheit als wichtigen Bestandteil in die Ausbildung auf und planen die Gründung eines Kompetenzzentrums – das ist bundesweit einzigartig.“

Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung hob Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein, hervor: „Ich sehe die Umsetzung von Inklusion und Barrierefreiheit als Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe für den Kreis und die Kommunen, die nur als Querschnittsaufgabe aller Politikbereiche unter der aktiven Beteiligung aller gesellschaftlichen Kräfte vor Ort gemeinsam geleistet werden kann.“

Auch Carsten Behnk, Bürgermeister der Stadt Eutin, wies auf die Notwendigkeit konkreter Verzahnung hin, um kommunale Aktionspläne für Inklusion umzusetzen. Eutin, so der Bürgermeister, wolle Stadt für alle Menschen sein und habe auch aus diesem Grund die Trägerschaft für das Projekt „Ostholstein – wir alle – gemeinsam auf dem Weg zur Inklusion“ übernommen.

Die Lebenshilfe Ostholstein ist die Organisation, die von den sechs Kommunen des Projektverbundes mit der Durchführung beauftragt wurde und bei der Umsetzung der sogenannten UN-Behindertenrechtskonvention unterstützt. „Barrierefreiheit ist dazu ein Schlüssel und gleichzeitig Mehrwert für alle Menschen“, so Projektleiterin Lena Middendorf. Und weiter: „Im Rahmen des Projektes setzen wir bei der Umsetzung einer demografiebewussten Kommunalpolitik auch auf die Kooperation mit Unternehmen.“

Für die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein als Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Ostholstein liegt genau darin großes Potenzial. In Zeiten des demografischen Wandels und einer starken Zuwanderung aufgrund der hohen Lebensqualität im Kreis Ostholstein ergeben sich gerade für die Unternehmen Chancen, die sich auf eine lebenserfahrene Kundschaft und deren besondere Bedürfnisse und Wünsche einstellen können, so Projektentwicklerin Dr. Hiltrud Weddeling.

Wie Unternehmen bereits Bedarfe dieser Kundschaft umsetzen, machte die Veranstaltung im zweiten Teil ganz praktisch erlebbar. Die Berufsschullehrer Nico Jens Wohlan und Hartmuth Zittlau hatten mit ihren engagierten Schüler*innen sowie mit Unterstützung von Unternehmen und Förderern einen beeindruckenden Erlebnis-Parcours rund um „Das Barrierefreie E-Haus“ aufgebaut. Ausprobieren war nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Von der App zur Planung des barrierefreien Badezimmers bis zu einer Zeitreise in Bildern konnten sich die Gäste an 36 Stationen informieren und miteinander fachsimpeln. Verschiedene Stationen mit Rollstuhl-Parcours und Alterssimulationsanzügen verdeutlichten praxisnah die Anforderungen und Perspektiven eines barrierefreien Lebens.

Und auch hier wurden die Synergieeffekte der Veranstaltung deutlich: Durch das Zusammenwirken dieser drei Veranstalterinnen kamen potenzielle Nutzer*innen der kleinen und großen Alltagshelfer in einen direkten Austausch mit den Herstellerfirmen sowie mit den Handwerksbetrieben und ihren Auszubildenden, deren Fachkompetenz letztlich die praktische Umsetzung von Barrierefreiheit bedeutet. Ein Austausch, von dem alle profitierten und der nach Ansicht der Teilnehmenden in einem zukünftigen Kompetenzzentrum unbedingt „Schule machen“ sollte.

 

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